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Wo Kompetenz wirklich beginnt

Wo Kompetenz wirklich beginnt

| Christiane Maria Völkner | Blog

Bist du wichtig oder ersetzbar? 

Vielleicht kennst du diesen Punkt in deinem Leben. Du hast viel erlebt, viel getragen, vielleicht sogar extreme Situationen durchlebt. Und trotzdem tauchen immer wieder dieselben Fragen auf: Wer bin ich? Wo ist mein Platz? Wie nehme ich ihn ein? Sollte ich sichtbar sein, meinen Raum einfordern, oder mich eher im Hintergrund halten? Ich kenne dieses Gefühl auch – und genau daraus ist diese Geschichte entstanden.

Sie ist aus den Momenten gewachsen, in denen ich mir diese Fragen selbst gestellt habe. Vielleicht begegnest du ihr auf ähnliche Weise.

Es war einmal eine Eins, die ganz links auf einem Zahlenstrahl stand. Rechts von ihr bewegten sich viele andere Zahlen, links war nichts. Kein Vergleich. Keine Richtung. Nur Raum. Man sagte ihr, sie sei der Anfang von allem. Doch genau das ließ sie zweifeln. Wer am Anfang steht, steht allein.

„Ich bin wichtig“, sagte die Eins zu sich selbst. „Ohne mich beginnt nichts.“ Vielleicht hast du auch ähnliche Sätze gedacht. Vielleicht haben sie dir eine Zeit lang Sicherheit gegeben. Und vielleicht hast du dann irgendwann gemerkt, dass deine Gedanken allein nicht immer innere Klarheit ersetzen.

Eines Tages fragte die Eins einen Mathematiker, der vorbeikam, ob sie wirklich so grundlegend sei, wie andere behaupteten. Er sah sie an und sagte: „Du bist wichtig. Aber ersetzbar.“ Dann ging er weiter. Das Wort blieb. Ersetzbar!. Andere Zahlen konnten entstehen, wachsen, sich verändern, sich neu zusammensetzen. Die Eins blieb, was sie war.

Also begann sie zu suchen. Sie stellte sich neben eine andere Eins, suchte Halt in Gemeinsamkeit. Doch Nähe allein veränderte nichts. Jede blieb, wer sie war. Sie begegnete einer Null und spürte, wie ihr Wert wuchs. „Aber nur, weil ich hinten stehe“, sagte die Null ruhig. „Vorne würdest du mich kaum bemerken.“ Vielleicht kennst du auch dieses Gefühl: dass sich dein Wert durch den Kontext verändert, aber nicht durch dich selbst.

Die Eins ging weiter. Sie traf eine Eins durch Zwei, fein und durchlässig. „Ich habe mich teilen lassen“, sagte sie. „Jetzt bin ich weniger, aber näher an allem.“ Die Eins spürte Widerstand. Weniger sein fühlte sich nicht nach Wahrheit an. Dann traf sie ein Quadrat, fest und klar. „Ich habe mich mit mir selbst vervielfacht“, sagte es. „Das gibt Stabilität.“ Doch Stabilität ohne Beweglichkeit fühlte sich eng an.

Irgendwann setzte sich die Eins an den Rand des Zahlenstrahls. Sie hörte auf zu suchen. Hörte auf, sich zu vergleichen. Sie blieb. Und in dieser Stille bemerkte sie etwas, das sie lange übersehen hatte: Überall, wo gezählt wurde, begann es mit ihr. Ganz selbstverständlich. Nicht, weil sie sich bewiesen hatte – sondern weil sie ihren Platz kannte.

Vielleicht kennst du diesen Moment auch. Wenn nichts mehr optimiert werden muss. Wenn du dich klar und ruhig in dir fühlst. Etwas in der Eins begann, sich neu auszurichtn. Nicht nach außen, sondern nach innen. Sie verstand, dass Kompetenz nicht dort entsteht, wo man sich anpasst, verstärkt oder absichert, sondern dort, wo man den eigenen Ausgangspunkt anerkennt. Ohne Erklärung und ohne Rechtfertigung.

Die Eins blieb am Anfang stehen - aus Verbundenheit mit sich selbst. Andere Zahlen wurden langsamer, manche hielten inne. Nicht, weil die Eins führte, sondern weil ihre Klarheit spürbar war.

Genau hier beginnt Entwicklung. Nicht im nächsten Schritt, sondern im bewussten Innehalten. In dem Moment, in dem du bereit bist, ehrlich hinzuschauen. Denn wenn Kompetenz nicht mehr an Leistung gebunden ist, sondern an Bewusstsein, verändert sich nicht nur das Tun, sondern der Mensch selbst, der handelt.

Möchterst du einen kurzen Austausch als ersten Schritt für deine Klarheit. 

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Christiane Maria Völkner