Zum Hauptinhalt springen
Eine kleine Story über Führung

Eine kleine Story über Führung

| Christiane Maria Völkner | Blog

Die Eins – ganz vorne, ganz verantwortlich

Es war einmal eine Eins, die ganz links auf einem Zahlenstrahl stand. Rechts von ihr arbeiteten viele andere Zahlen, links war nichts. Die Eins stand am Anfang. Das war ihre Position – und ihre Verantwortung. Alle sagten: „Ohne dich geht es nicht.“
Doch genau das machte die Eins nervös. Denn wer vorne steht, wird gesehen. Und wer gesehen wird, glaubt oft, alles kontrollieren zu müssen.

„Ich bin wichtig“, sagte die Eins häufig. „Ohne mich gäbe es keine Ordnung.“ Doch je öfter sie das sagte, desto mehr klang es wie eine Rechtfertigung.

Eines Tages fragte sie einen Mathematiker, der gerade vorbeikam, ob sie wirklich so grundlegend sei, wie alle behaupteten. Der blickte kurz auf und sagte: „Ja, du bist wichtig. Aber nicht unersetzlich.“
Das traf die Eins hart. Unersetzlich sein – das hatte sie für Kompetenz gehalten. Wenn sie ersetzbar war, was blieb dann von ihrer Rolle?

Stärker werden – aber wie?

Also beschloss die Eins, stärker zu werden. 
Zuerst versuchte sie, sich zu verdoppeln. Sie stellte sich neben eine andere Eins. Zusammen waren sie nun zwei. Doch schnell merkte sie: Mehr zu sein bedeutete nicht automatisch, besser zu führen. Jede Eins blieb mit sich selbst beschäftigt.

Lernen von der Null

Dann traf sie eine Null. „Wenn ich mich zu dir stelle“, sagte die Eins, „werde ich plötzlich zehnmal so wertvoll.“
Die Null antwortete ruhig: „Ja. Aber nur, weil ich dir Raum gebe. Nicht, weil du mich kontrollierst.“
Die Eins ging weiter. Dieser Gedanke ließ sie nicht los.

Zu viel selbst machen, erschöpft

Kurz darauf begegnete sie einer Eins durch Zwei. Diese wirkte geteilt, fast erschöpft. „Was ist mit dir passiert?“, fragte die Eins.
„Ich habe alles selbst machen wollen“, sagte die Hälfte. „Jetzt bin ich überall ein bisschen – und nirgends ganz.“
Das machte die Eins nachdenklich. Weniger zu sein war keine Lösung. Aber alles allein zu tragen offenbar auch nicht.

Struktur bringt Stabilität – aber wenig Flexibilität

Später traf sie ein Quadrat, fest und makellos. „Wie bist du so stabil geworden?“, fragte die Eins.
„Ich habe mich mit mir selbst multipliziert“, sagte das Quadrat. „Klare Strukturen, klare Regeln. Das gibt Sicherheit – aber kaum Bewegung.“

Orientierung geben statt alles kontrollieren

Die Eins setzte sich an den Rand des Zahlenstrahls. Zum ersten Mal hielt sie inne. Und da fiel ihr etwas auf: Überall wurde gezählt. Prozesse begannen. Entscheidungen wurden getroffen. Und fast immer begann es mit ihr – ganz selbstverständlich.
Nicht, weil sie alles bestimmte. Sondern weil sie Orientierung gab.

Zum ersten Mal verstand sie, sie musste sich nicht beweisen. Sie musste nicht kontrollieren, nicht größer werden, nicht härter auftreten. Ihre Kompetenz lag nicht darin, alles zu sein – sondern darin, den Anfang zu halten, damit auch andere weitergehen konnten.
Ob ihr das genügte, wusste sie nicht.
Aber sie blieb. Und ließ arbeiten.

Fazit

Moderne Führung bedeutet: Klarheit, Orientierung und Vertrauen, nicht Kontrolle, ständige Selbstbehauptung oder Unersetzlichkeit.
Gute Führungskräfte schaffen Raum, teilen Verantwortung und geben Orientierung – so entsteht wirksame Führung, ohne dass sie alles selbst tun oder ständig sichtbar sein müssen. Wer führen will, muss nicht „mehr“ sein – sondern klar und präsent. 

Finde deine Führungskraft von innen

Fühlst du den Druck, ständig funktionieren zu müssen? Als Bewusstseins-Coach begleite ich Führungskräfte mit Energiearbeit, Atemübungen und inneren Bildern, um wieder Klarheit, Ruhe und natürliche Kompetenz zu entfalten.
Lass uns gemeinsam einen Raum schaffen, in dem du spürst, wie du stimmig und kraftvoll führen kannst – ohne dich beweisen zu müssen.

Jetzt mehr erfahren über Bewusstseins-Coching:

- Termin vereinbaren:

Kontakt:
Tel.: 06203 - 661 95 97
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Ich freue mich auf unser Gespräch

Christiane Maria Völkner